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Veranstaltung "Demokratie in der Zerreißprobe – Was tun? 50 Jahre vhs (Februar)
Aktuelles zur politischen Lage" (Nr. 10003) wurde aus dem Warenkorb entfernt.
| Kursnummer | 126-4265 |
| Datum | Mo., 26.01.2026 |
| Uhrzeit | 19:30 - 21:00 Uhr |
| Dauer | 1 Termin(e) |
| Kursleitung | |
| Kursort |
online; Livestream online |
| Kursgebühr | 0,00 € |
In Zeiten der Globalisierung sind Weltsprachen wie Englisch oder Chinesisch ein gängiges Thema,
aber die erste eigentliche Weltsprache ist heute, wenn überhaupt, nur noch ein exotischer Name,
obwohl sie immer noch gesprochen wird: Aramäisch.
Unter den Weltsprachen ist Aramäisch ein Sonderfall, weil mit ihm das persische Großreich um die
Mitte des ersten Jahrtausends v.Chr. Sprache und Schrift eines politisch wenig bedeutenden Gebietes
gleichsam adoptiert und durch die imperiale Verwaltung zu einem maßgeblichen Kulturträger von
Ägypten bis Indien erhoben hat. In mächtigen Netzen von Beamten und Schreibern prägte es sodann
Politik, Recht, Literatur und Religion der Alten Welt.
In Weltreligionen wie dem Judentum, dem Christentum und dem Islam lebt dieses "Weltreich der
Schreiber" bis in die Gegenwart weiter.
Der Vortrag führt durch die dreitausendjährige Geschichte des Aramäischen und nennt die
wesentlichen Gründe für seinen Erfolg.
Holger Gzella ist Ordinarius für Alttestamentliche Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität
München.
Er gehört weltweit zu den renommiertesten Experten für die aramäische Sprache, hatte von 2005 bis
2019 den Lehrstuhl für Hebräisch und Aramäisch an der Universität Leiden inne und ist Ordentliches
Mitglied der Academia Europaea sowie der Königlich-Niederländischen Akademie der
Wissenschaften.
Mo, 19.30-21.00 Uhr, 26.01.
Im Internet von überall aus teilnehmen
Prof. Dr. Holger Gzella kostenfrei
